Dahlien
Beschreibung
Dahlien sind ausdauernde krautige Pflanzen, die am Stängelgrund manchmal etwas verholzen, selten kletternde Epiphyten .Sie bilden Knollen oder knollig verdickten Rhizome als Überdauerungsorgane. Dahlia macdougallii bildet Luftwurzeln. Die aufrechten, meist unverzweigten Stängel stehen je nach Sektion einzeln, zu zweit bis viert oder zahlreich in Bündeln. Die echt gegenständig oder in dreizähligen Wirteln angeordneten Laubblätter sind einfach bis dreizählig fiedrig zusammengesetzt; der Blattrand kann fein bewimpert sein. Nebenblätter sind häufig vorhanden.
Die runden körbchenförmige Blütenstände stehen an langen, schlanken und kahlen Blütenstandsstielen. Die Hüllblätter stehen in zwei Reihen. Die fünf (selten vier bis sieben) äußeren Hüllblätter sind schmal linear bis eiförmig-rundlich, am Grund verschmälert und zur Blütezeit aufrecht, abstehend oder zurückgeschlagen, fleischig und grün, die acht (selten sieben oder neun) inneren sind häutig, an den Rändern weißlich-durchscheinend oder trocken, sonst braun bis rot, an den Spitzen oft purpurn oder rot abgesetzt, eiförmig und an den Spitzen annähernd spitz bis stumpf, zur Fruchtzeit sich vergrößernd.
In Europa blühen sie vom Sommer bis in den Herbst, sind aber nicht winterhart, so dass die Knollen im Haus überwintert werden müssen.




Gladiolen
Beschreibung
Gladiolen sind immergrüne oder laubabwerfende, ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von bis zu 1,50 m erreichen können. Sie bilden Knollen als Überdauerungsorgane. Besonders die Blätter riechen unangenehm. Die Laubblätter sitzen entweder in grundständigen Rosetten oder sind wechselständig und zweizeilig am Stängel verteilt. Die einfachen, langen, oft schwertförmigen Laubblätter sind parallelnervig. Der Blattrand ist glatt.
Es werden endständige, verzweigte oder unverzweigte, ährige Blütenstände gebildet, die Tragblätter enthalten. Manche Blüten duften etwas. Die ungestielten, zwittrigen, dreizähligen Blüten können radiärsymmetrisch bis zygomorph sein. Es sind zwei mal drei Blütenhüllblätter vorhanden; sie können in beiden Kreisen gleich oder verschiedengestaltig sein. Außer Blau, Braun und reinem Schwarz kommen die Blütenhüllblätter in allen Farben vor. Es ist nur der innere Kreis mit drei freien, fertilen Staubblättern vorhanden, denn sie stehen dem äußeren Blütenhüllblättern gegenüber. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in drei Narben. Die Bestäubung erfolgt auf vielfältige Weise: Entomophilie, Ornithophilie oder Anemophilie. Die dreifächerige Kapselfrucht enthält 20 bis 100 Samen. Die hell- bis dunklebraunen Samen sind meist geflügelt.
Verwendung als Zierpflanze
Als Zierpflanze werden vor allem Hybriden aus der Gruppe der Garten-Gladiolen (Gladiolus × hortulanus) kultiviert, die oft sehr großblütig sind und auch als Schnittblumen Verwendung finden. Diese Gladiolen sind in der Regel sehr frostempfindlich. Die Knollen sollten daher nicht zu früh in die Erde kommen. Man pflanzt am besten ab Ende April oder Anfang Mai. Vom Pflanzen bis zum Austreiben der ersten grünen Teile vergehen in der Regel etwa drei Wochen. Mitte September sollte man die Knollen wieder aus der Erde nehmen und an einem trockenen und frostfreien Ort über den Winter aufbewahren.
Die Gladiolus-Hybriden, auch Edelgladiolen genannt, haben fast alle Farbtöne außer reinem Blau. Einige Sorten sind auch zwei- oder mehrfarbig. Im Garten werden in der Regel verschiedene Gladiolen-Sorten zusammen gepflanzt, denen mitunter auch Dahlien hinzugepflanzt werden. Die Farbkombination der einzelnen Sorten ist jedoch eine gärtnerische Herausforderung, da die farbkräftigen Hybriden gemeinsam gelegentlich plump beziehungsweise vulgär wirken.
Gladiolen benötigen in der Vase sehr viel Wasser. Um die Schnittblumen zur vollen Blüte zu bringen, sollte die oberste Knospe entfernt werden. Durch diese Maßnahme werden die Blütenstände den Kopf nicht hängen lassen und halten länger.




Stockrosen
Merkmale
Es handelt sich um aufrechte, ein-, zweijährige oder mehrjährige, in diesem Fall aber kurzlebige, krautige Pflanzen. Im ersten Jahr bilden sie nur eine Rosette aus grundständigen Blättern. Die Blätter sind im Umriss rundlich und je nach Art mehr oder weniger tief gelappt.
Im zweiten Jahr bilden sie einen 1 bis 3 m hohen, mehr oder weniger unverzweigten Stängel mit dem Blütenstand an der Spitze. Die großen Blüten, die bei den Wildarten rosa oder gelb sind, stehen an einer langen Ähre.
Bei der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter und der Stempel zu einer Röhre verwachsen, dem sogenannten Androgynophor.


Lilien
Blüten
Lilien bilden ihre Blüten im Sommer aus; es lassen sich dabei weitgehend drei Blütenformen unterscheiden, nämlich trompetenförmige, schalenförmige und so genannte Türkenbund-Lilien. Bei letzteren sind die Blütenblätter soweit nach hinten eingerollt, dass ihre Spitzen sich am Stängel wieder treffen und die Blüte so einem Turban ähnlich sieht. Es existieren aber auch Abweichungen davon, zum Beispiel fast geschlossene Blüten bei Lilium lophophorum.
Lilienblüten sind (wie bei fast allen Einkeimblättrigen Pflanzen) dreizählig und zwittrig. Die Blütenblatthülle besteht aus zweimal drei gleichgeformten Blütenhüllblättern, also aus sechs Tepalen; sie sind groß, vielfältig gestaltet und häufig auffällig gefärbt und gezeichnet. Das Auftreten der häufig zu beobachtenden dunklen Punkte auf der Blüte ist erblich, nicht aber das Muster selbst, daher hat jede Blüte ein einzigartiges Muster. Die einzelnen Punkte sind Farbstoffkonzentrationen und meist von einem helleren Hof umgeben. Vielfach zeichnet sie auch ihr Duft aus; einige Sorten zählen zu den am stärksten duftenden Gartenpflanzen überhaupt und sind von großem Wohlgeruch, andere riechen eher unangenehm, einige sind aber auch duftfrei. Die Blüten haben sechs Staubblätter und drei verwachsene Fruchtblätter; der Fruchtknoten ist oberständig.
Lilien als Zierpflanzen
Obwohl einzelne Lilien bereits seit langem in der Floristik gehandelt wurden, erhielten sie erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts durch die Tätigkeit Jan de Graaffs und seiner Gründung der „Oregon Bulb Farms“ einen festen Platz auch als Zuchtpflanze. Vor allem in England, den USA und Holland hat dies seither zu zahlreichen Hybriden und einer florierenden Lilien-Industrie geführt. Als Gartenpflanzen sind neben diesen zahlreichen Hybriden auch noch immer einige Arten präsent, so die Königs-Lilie, der Türkenbund, sowie die Madonnen-Lilie und die Tiger-Lilie.
Unter den Arten wurde jedoch zuvor bereits ab dem 19. Jahrhundert die Oster-Lilie als kultivierte Schnittblume weit gehandelt, ursprünglich nur aus Japan und den Bermudas, heute hauptsächlich in den USA (Kalifornien, Oregon), Japan und den Niederlanden. Bis heute ist die Oster-Lilie die einzige Art, die Bedeutung als Schnittblume hat.
In der Zucht werden (lose entlang Comber's Modell) acht verschiedene Lilien-Divisionen unterschieden, gelegentlich werden als eine neunte noch die Wildformen geführt:
- Division 1: Asiatische Hybriden
- Division 2: Martagon-Hybriden
- Division 3: Candidum-Hybriden
- Division 4: Amerikanische Hybriden
- Division 5: Longiflorum-Hybriden
- Division 6: Trichter-Lilien
- Division 7: Orient-Hybriden
- Division 8: Interdivisionale Hybriden



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